Teil 3: Wenn Universitäten Grundlagenpatente halten — wie zwei legendäre Erfindungen Milliarden schufen, auf entgegengesetzten Wegen [Kostenpflichtig]
„Die Universität hält ein Grundlagenpatent allein.“ Diese auf den ersten Blick unscheinbare Entscheidung kann die Landschaft der Pharma- und Biotech-Industrie umpflügen – mit gewaltigem Reichtum und Einfluss.
Das eine ist jene Technologie, die 2023 mit dem Nobelpreis gekrönt wurde und der Universität durch die Corona-Impfstoffe Milliarden einbrachte. Das andere ist ein legendäres Patent aus den 1970er-Jahren, das die Biotech-Branche überhaupt erst zum Leben erweckte. Beide waren überaus erfolgreiche Grundlagenpatente – doch ihre Lizenzphilosophie war geradezu entgegengesetzt, und das eine mündet gerade jetzt in einen milliardenschweren Rechtsstreit.
Die eigentliche Frage geht aber weiter: Ist es wirklich der „richtige Weg“, dem forschenden Erfinder Anteile (Stock Options) zu geben und ihn selbst gründen zu lassen? Wir vergleichen das über ein halbes Jahrhundert verfeinerte Stanford-Modell mit den regulatorischen und Interessenkonflikt-Hürden, vor denen europäische Hochschulen stehen.
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